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Hybrides Arbeiten nach Corona weiter optimiert

by
Maarten Stoffels
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Wir arbeiten zurzeit hauptsächlich von zu Hause aus. Inzwischen sind wir an die täglichen digitalen Besprechungen und den Kontakt mit Kollegen aus der Ferne gewöhnt. Die Vorteile der Arbeit von zu Hause aus werden immer mehr erkennbar, gleichzeitig führt der mangelnde soziale Kontakt zu Kollegen aber auch zu einem wachsenden Bedürfnis, wieder ins Büro zurückzukehren. Wie finden große Unternehmen künftig wieder ein Gleichgewicht zwischen der Arbeit von zu Hause aus und der Arbeit im Büro? Wir haben Robert Frank, Senior Director Employee Success bei Salesforce, gefragt, wie dort mit der Gestaltung des Future Workplace umgegangen wird.

Das Wohlbefinden des Personals steht an erster Stelle

Die meisten Unternehmen setzen auf Sicherheit und bitten ihre Mitarbeiter, so viel wie möglich von zu Hause aus zu arbeiten. Nur wenn es aufgrund der Art der Tätigkeit oder der häuslichen Situation wirklich keine Alternative gibt, wird für einzelne Mitarbeiter eine Ausnahmeregelung getroffen. Aber viele Unternehmen haben ihre Büros bis auf Weiteres geschlossen.

Das gilt auch für Salesforce, einem der weltweit größten Softwarelieferanten, dessen Büros weltweit seit dem 18. März des vergangenen Jahres geschlossen sind. Wenn es um das Wohlergehen des Personals geht, wird keinerlei Risiko eingegangen, erklärt Robert Frank. „Salesforce ist in Sachen Gesundheit und Sicherheit eine risikoaverse Organisation. ´Wir kümmern uns um unser Personal´ ist für uns mehr als nur ein Slogan - es ist Bestandteil unserer DNA. Für uns gleicht Salesforce einer großen Familie und eine Familie sollte immer gut umsorgt werden. Noch bevor es zu den ersten Lockdown-Maßnahmen kam, wurde jeder gebeten, möglichst viel von zu Hause aus zu arbeiten. Schließlich sind wir ein digitales Unternehmen, sodass es jeder und jedem auch sehr gut möglich ist, von zu Hause aus zu arbeiten.“


Blick für seelische Folgen des Homeoffice

Bereits veröffentlichte Studien von Toogethr haben gezeigt, dass das Arbeiten von zu Hause aus rund 70% der Befragten gut bis sehr gut gefällt. Dagegen gaben 14% an, dass die Arbeit von zu Hause aus sehr schlecht zu ihnen passt. Vermutlich gehört diese letztere Gruppe auch zu den 52%, für die sich die Betreuung der Kinder und die Arbeit von zu Hause aus nur schwer vereinbaren lässt.

Robert Frank erläutert, dass man sich bei Salesforce sehr wohl bewusst ist, dass die Arbeit von zu Hause aus in der Tat nicht für jeden Mitarbeiter positive Auswirkungen hat. Deshalb haben sie darauf gleich zu Beginn besonderes Augenmerk gelegt. „Vom ersten Moment an, als unsere Mitarbeiter von zu Hause aus gearbeitet haben, haben wir auch angefangen, sie in einer monatlichen „Mitarbeiter-Wohlergehen-Umfrage“ nach ihrem Wohlbefinden und danach, wie sie mit der Situation umgehen, zu befragen. Dabei ist uns aufgefallen, dass sich soziale Distanz gepaart mit Schwierigkeiten im privaten Bereich negativ auswirkte, und zwar vor allem auf die psychische Gesundheit unserer Mitarbeiter.“


Wir kümmern uns um unser Personal – dies ist für uns mehr als nur ein Slogan, es ist Bestandteil unserer DNA.


Salesforce hat alles getan, damit die Mitarbeiter sich so schnell wie möglich an die Arbeit von zu Hause aus gewöhnen und auch bestmöglich mit den psychischen Folgen umgehen können. „Von Anfang an haben wir viel Zeit und Energie in die Kommunikation mit unseren Mitarbeitern investiert, um sie im Umgang mit der neuen Situation bestmöglich zu unterstützen. Dies tun wir zum Beispiel, indem wir ihnen Tipps geben, wie sie am besten von zu Hause aus arbeiten können oder sie dabei unterstützen, vor allem die Vorteile der neuen Situation zu sehen. Ich bin stolz darauf, dass wir als Unternehmen gezeigt haben, wie intensiv wir uns um unsere Mitarbeiter kümmern. Auf jeden Fall haben wir unser Bestes getan, um die Sicherheit unserer Mitarbeiter zu gewährleisten, und uns ständig um sie gekümmert. Schließlich würde doch jeder alles Mögliche tun, um sich um seine Familie zu kümmern, oder?“


Die Funktion des Büros nach Corona

Knapp zwei Drittel der Befragten aus der Toogethr-Studie gaben an, dass sie aktuell den spontanen Kontakt zu Kollegen vermissen. Dies scheint gleichzeitig die Grundlage dafür zu sein, dass die Mitarbeiter das Büros künftig mehr als Ort für den Austausch mit und die Koordinierung von Aktivitäten zwischen Kollegen sehen werden, statt als Ort für das reine Erledigen von Arbeiten.


Mitarbeiter möchten ins Büro kommen, um soziale Kontakte zu unterhalten und sich mit Kollegen auszutauschen.


Trotz der Tatsache, dass nahezu alle Büros von Salesforce bereits über flexible Arbeitsplätze verfügen, betont Robert Frank, dass auch sie eine Neugestaltung ihrer Büros im Einklang mit dieser Entwicklung beabsichtigen. „Auch wir möchten unsere Büros neu gestalten. Wir verfügen bereits über „Flex-Seating“, was in unseren Büros zu 90% gilt. Wir werden wahrscheinlich ebenfalls die Anzahl der Arbeitsplätze reduzieren und durch Bereiche eigens für eine bessere Zusammenarbeit ersetzen. Wir wollen dies tun, weil Studien zeigen, dass Mitarbeiter, nicht so sehr der Arbeit wegen, sondern vor allem für soziale Kontakte und die Bindung zu Kollegen ins Büro kommen möchten.“


Den Arbeitsplatz – wo auch immer er sich befinden mag – optimal einrichten

Bei Salesforce wurde untersucht, inwieweit die Mitarbeiter im Falle einer „Wiedereröffnung“ der Büros auch tatsächlich wieder ins Büro zurückkehren möchten. Dabei wurde deutlich, dass die Bedürfnisse der Mitarbeiter sehr unterschiedlich sind. Dennoch sieht Robert Frank gerade dies als Anreiz, die Mitarbeiter noch stärker zu unterstützen, damit sie optimal arbeiten können und das auf genau die Art und Weise, die am besten zu ihnen passt. Wir haben ein sogenanntes ´Work from Anywhere´-Projekt initiiert, das sich mit einer Neudefinition des wo und wie in Zukunft gearbeitet wird, befasst. Dabei achten wir auch darauf, wie Menschen, die in Vollzeit beziehungsweise in Teilzeit im Homeoffice arbeiten, bestmöglich unterstützt werden können, sodass hybride Besprechungen reibungslos ablaufen können.“

Übrigens geht er nicht davon aus, dass dies zu Problemen bei der Abstimmung zwischen Mitarbeitern im Homeoffice und Mitarbeitern, die häufiger im Büro sind, führt. „Für uns gehören Videokonferenzen zum Alltag, denn unsere Organisation ist darauf bereits abgestimmt. Es gibt also keinerlei Unterbrechungen, vielmehr geht es darum, Teamabsprachen weiter zu optimieren und alles noch ein wenig flexibler zu gestalten, als wir es ohnehin gewohnt sind.“

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